Streetfood Festival Frühling/Sommer Edition

Hallo zusammen!

Nachdem Mirjam im Februar über das Streetfoodfestival im Puls 5 berichtete, bin nun ich (Tatiana) an der Reihe mit meinen Schilderungen über die Frühling/Sommer Edition. Diese wurde vor nun auch schon längerer Zeit auf der Kunsteisbahn Dolder durchgeführt.

Zu fünft –  Mirjam, ihr Freund, zwei befreundete Jungs und ich – machten wir uns vom Hauptbahnhof Zürich auf zum Zoo. Von der Endhaltestelle haben wir noch ein ziemliches Stückchen zu Fuss absolviert, kamen dafür am FIFA-Hauptsitz vorbei, der in diesen Tagen von Journalisten aus aller Welt regelrecht belagert wurde. Sepp B. war damals übrigens noch Präsident. Dies nur so nebenbei als Info. Dass ein Shuttlebus vom Zoo zum Dolder und wieder zurück existiert, haben wir erst auf dem Rückweg bemerkt. Aber ehrlicherweise waren die paar Schritte ganz gut, denn wir wussten ja, dass wir das eine oder andere Häppchen zu uns nehmen würden. Wobei Häppchen… naja. Mehr dazu später.

Als wir bei der Kunsteisbahn ankamen, konnten wir zuerst einmal die wunderhübsche neue Location bewundern. Die Fläche mit den Ständen ist quasi eine Etage tiefer eingebettet als der Weg dorthin. So konnte man also von draussen einen guten Überblick über das Areal erhaschen. Den zwei Streetfood Festival Kennern unter uns fiel sofort auf, dass die Stände auf einer grossen Fläche stationiert waren und sich so die Besuchermasse gut verteilte.

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Die Stände im Überblick.

Es gab aber nicht nur auf der Eisfläche – das Eis war selbstverständlich abgetaut – sondern auch schon vor dem eigentlichen Eingang ein paar Stände zu entdecken. Unser Marschtempo wurde dadurch ziemlich gedrosselt, denn wir mussten natürlich sofort die eine oder andere Leckerei probieren. Für mich gab’s zuerst einen Corndog, den ich liebevoll als „Würstchen mit so Teig drum“ bezeichnete. Die Frau am Stand war nicht so begeistert ob meiner Definition, wollte uns das Rezept aber natürlich nicht verraten. Wie dem auch sei, der Corndog schmeckte ganz gut. Ein wenig suspekt schien uns aber der Fakt, dass sie gedopte Waffeln verkauften… Ok, ein bisschen Spass muss sein. Sie werden wohl Topping gemeint haben.

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Gedopte Waffeln?

In der Zwischenzeit entdeckte Mirjam den Stand des Basler Unternehmens Captain Plant, welches vegane Burger herstellt. Ihr halber Burger weckte auch die Neugier der Jungs, die sich bei Gammacatering mit einem Teryaki Rindsfilet in einem Waffelbecherchen eingedeckt hatten. Obwohl sie eigentlich nicht wahnsinnig viel von veganem oder vegetarischem Essen halten, mussten sie zugeben, dass dieser Burger ziemlich gut war. Ich persönlich habe ihn zwar nicht probiert, finde aber, dass Captain Plant für ihre innovative Idee zu loben ist. Ebenfalls lobenswert ist das Angebot einer kleineren Portion, wie z.B. bei Mirjams halben Burger. Denn hier zeigt sich ein erster Kritikpunkt am Festival: Die Portionen sind zu gross. Allermeistens sogar viel zu gross. Wir sind überzeugt, dass kleinere Mengen erstens besser ankommen und sich zweitens auch besser verkaufen würden. Denn man besucht ja so eine Essparty nicht, um einzig etwas Bestimmtes zu essen. Vielmehr geht es doch darum, möglichst viele Speisen zu kosten.

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Veganer Burger von Captain Plant

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Zwei strahlende Gesichter. Wie könnte es auch anders sein?!

 

 

 

 

 

 

Nach unserer ersten kulinarischen Zwischenetappe haben wir uns dann endlich auf das grosse Festivalparkett im Eisbahnrund gewagt. Eigentlich hätten wir uns ganz gezielt nach Herkunft der Speisen bewegen können, doch wir entschieden uns für die Variante „immer der Nase nach“. Und unsere Nasen hatten viel zu tun, denn wie sagte es einer der Jungs so schön: „Es riecht wie im Urlaub“. Recht hatte er! Es blieb aber natürlich nicht beim Riechen der exotischen Düften, auch unser Geschmackssinn kam auf seine Kosten. Hier eine kleine Auswahl der von uns vertilgten Speisen:

 

Ja, wir konnten uns nach dem Besuch nicht über Hunger beklagen. Überhaupt gab es wenige Punkte, die wir verbessern würden: Wie bereits angetönt, sind die Mengen meist einfach zu gross. Ausserdem ist die Auswahl und die Vielfalt der Speisen zwar wirklich super, manche Regionen wie zum Beispiel der Nahe Osten, der Balkan oder Afrika sind aber unserer Meinung nach ein bisschen unterrepräsentiert. Zudem scheint Streetfood vor allem mit Burgern in Verbindung gebracht zu werden. Es konnten wirklich Burger in allen möglichen Variationen probiert werden. Vegis jedoch würden vielleicht lieber weniger Fleisch, dafür mehr Gemüse und Früchte sehen. Ebenfalls verbessern könnte man das System der Getränkerückgabe. Wir finden, dass es durchaus Sinn macht, für die Flaschen und Becher ein Depot  zu verlangen. Das Problem war nur: Wenn man die leeren Behälter zurückbringen wollte, musste man sich in der Schlange einreihen, in welcher die Leute Getränke bestellt haben. Einen kleinen Bereich nur für die Abgabe wäre wahrscheinlich machbar.
Wie bereits erwähnt, finden wir das Areal der Kunsteisbahn Dolder perfekt für einen solchen Anlass! Anders als beim Event im Februar sind sich die Besucher nicht auf den Füssen rumgestanden. Dazu muss jedoch erwähnt sein, dass wir uns nicht zu einer typischen Essenszeit am Festival aufhielten. Als wir zurückkehrten, liefen uns sehr sehr viele Leute entgegen, die wohl extra für ein Nachtessen zum Dolder pilgerten.
Die Stimmung war übrigens ganz einfach fantastisch: Es kam uns so vor, als wären die Besucher völlig zufrieden mit sich und dem Rest der Welt. Sie konnten schlemmen, trinken, mit Freunden zusammensitzen und quatschen. Es schien so, als würde diese Kombination genügen, um vielen Menschen ein Lächeln auf’s Gesicht zu zaubern. Simple as that.

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Fotos: trevaligette

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